Ist das Hobby auf dem absteigenden Ast?

Schon eine ganze Weile beobachte ich die Entwicklung bei unserem Hobby und frage mich schon seit längerem „Ist das Hobby Geocaching auf dem absteigenden Ast?“

Während man „früher“ fast täglich neue Cachernamen lesen konnte und auch viele neue Dosen das Licht der Cacherwelt erblickten, ist es in diesem Jahr recht ruhig geworden.

Sicherlich sind mittlerweile die besten Plätze bedost und es ist schwer noch attraktive Stellen für einen Cache zu finden.

Wenn dann mal ein neuer Cache gepublished wird, ließt man grundsätzlich immer die gleichen Cachernamen in den ersten Tagen.

Das war früher auch schon so, allerdings waren es da deutlich mehr Namen…..

Auch beim Thema „Events“ ist ein deutlicher Rückgang zu beobachten.

Während man früher z.B. in Hamburg schnell die 100-will-attends zusammenbekam, schaffen das heute nur noch die wenigsten Veranstaltungen.

Vielleicht gibt es aber auch einfach mittlerweile zu viele Geocaching-Events…..

Allerdings gibt es heutzutage auch viele „Möchtegern-Events“, die mit den Veranstaltungen früherer Jahre nicht mehr viel zu tun haben.

Diesen ganzen „meet&greet-Quatsch“ bei Reisen in andere Gegenden Deutschlands, oder aber auch die unsäglichen „30 Minuten Treffen vor Brunos Bierpinte“ hätte sich damals niemand als Event anzumelden getraut.

Wie schon häufiger erwähnt, waren die Veranstaltungen früherer Zeiten eher ein gemütliches Beisammensein zum Austausch und zum Kennenlernen, was sich auch über den ganzen Abend hinziehen konnte.

Früher hatten die Cacher vielleicht mehr „Sitzfleisch“

Die Zeiten ändern sich…..

Was sich deutlich geändert hat, ist die „Cacher-Moral“!

„Cacher-Moral“? — Wirklich ein blöder Ausdruck, aber häufig verwendet.

Während es heute meist um den schnellen Punkt geht (da sind wir wieder bei den 30 Minuten Events), zählte früher noch das Erlebnis beim Cachen.

Auch die ganzen „Koordinaten-Gates“ in letzter Zeit sind ein Indiz für diese Entwicklung.

Zwar wurde auch früher einander geholfen, allerdings nicht in dem Ausmaß wie heute.

Heutzutage werden die Erstfinder eines Caches sofort von (meist den gleichen Cachern) angeschrieben und um die Herausgabe der Finalkoordinaten „gebeten“.

Schon häufig beobachteten wir, dass die Löser eines Mystery oder die Bezwinger eines Multis die Koordinaten des Finals sofort an alle Freunde verteilten.

„Freunde“ sind halt wichtig und eine Hand wäscht die Andere.

Wer dieses „Koordinaten-Austauschspielchen“ so nicht mitspielt, ist schnell unten durch bei den Kollegen.

Es gib einige Cacher die schlicht zu doof zum Lösen von Ratehaken sind, allerdings dürfte die überwiegende Zahl einfach zu faul sein, was auch für das Ablaufen eines Multicaches gilt.

Warum die Mühe machen, wenn es doch auch viel einfacher geht!

Irgendwann wird halt jeder Cache zu einem Tradi.

Da aber letztendlich das ganze Hobby mit einem Traditional-Cache begann, ist es unter Umständen nur der Rückkehr zu den eigenen Wurzeln……

Eine schöne Woche zusammen!

 

 

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2 Antworten auf Ist das Hobby auf dem absteigenden Ast?

  1. Holger Danske sagt:

    Neben dem meet&greet-Quatsch hast du vergessen, diese komischen Burgerschlachten zu erwähnen 😉
    Das Problem bei dieser inflationären Entwicklung der Events ist doch, dass du keine Lust hast die selben Nasen jede Woche zu sehen. Einmal im Monat reicht !

    Viele Grüße

  2. Steven sagt:

    Ja, diese Trends gibt es. Allerdings lohnt es sich nach eigener Erfahrung, auch aktiv dagegen einzuwirken. Klar sind einige beratungsresistent… Aber viele honorieren es, wenn man schöne Events organisiert oder attraktive Dosen legt. Gebt nicht auf! 😉

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